Deutsche Bank wegen Mobbing zu 1,2 Millionen Euro verurteilt

Der Londoner High Court verurteilte die britische Niederlassung der Deutschen Bank am Dienstag wegen Mobbing zu einer Entschädigungszahlung von 1,2 Millionen Euro. Die betroffene Arbeitnehmerin, die zwischen 1997 und 2001 als Sekretärin in der Abteilung Group Services arbeitete, hatte vor dem Gericht geltend gemacht, sie sei von ihren weiblichen Vorgesetzten und Kolleginnen lange Zeit systematisch schikaniert worden. Der Arbeitgeber sei trotz mehrfacher Hinweise nicht gegen die Schikanen eingeschritten; sie sei wegen der Situation an Depressionen erkrankt und zeitweise arbeitsunfähig geworden. Der für Greens Fall zuständige Richter Jack Owen sprach nach Anhörung der Beteiligten und unabhängiger Experten von einer gnadenlosen Kampagne.

Die vom Gericht für angemessen gehaltene Entschädigungssumme von 800.000 Pfund emthielt 35.000 Pfund wegen der seelischen Schmerzen, die Green durch das systematisches Ausgrenzen und das Abkanzeln ihrer beruflichen Leistungen erlitten habe. Der größere Teil der Entschädigung soll Verdienstausfall und entgangene Pensionsansprüche ausgleichen.

Aktualisiert am 10. August 2006

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Deutsche Bank wegen Mobbing zu 1,2 Millionen Euro verurteilt
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